24.09.2026
Wie erstellen KI-Agenten Wettbewerbsanalysen?
Von Needs Team · 2 min Lesezeit
Montagmorgen soll die Geschäftsführung drei Anbieter vergleichen. Preise stehen auf unterschiedlichen Seiten, Leistungsmerkmale in Produktbroschüren und wichtige Angaben fehlen ganz. Ein Mitarbeiter beginnt mit der Suche, kopiert Inhalte in eine Tabelle und verliert nach einigen Stunden den Überblick.
Ein entsprechend eingerichteter KI-Agent für Wettbewerbsanalysen kann diesen Ablauf strukturieren: Er recherchiert öffentlich zugängliche Informationen, prüft sie nach vorgegebenen Regeln, ordnet Wettbewerber nach festen Kriterien und erstellt daraus eine Vergleichsmatrix. Das Ergebnis sollte jede Aussage mit Quelle, Abrufdatum und einem Hinweis auf offene Fragen versehen.
So läuft eine Wettbewerbsanalyse mit KI-Agenten ab
1. Prüfauftrag festlegen
Am Anfang stehen klare Grenzen:
- Welcher Markt und welche Zielgruppe werden untersucht?
- Welche Wettbewerber gehören in den Vergleich?
- Welche Kriterien sind relevant?
- Wie aktuell müssen die Informationen sein?
Ohne diese Vorgaben sammelt ein Agent zwar viele Daten, beantwortet aber keine konkrete Geschäftsfrage.
2. Öffentliche Quellen durchsuchen
Mit geeignetem Such- und Dokumentenzugriff kann ein Agent passende Suchanfragen formulieren und Unternehmenswebseiten, Produktseiten, Preislisten, öffentliche Dokumente sowie seriöse Fachquellen auswerten. Je nach System kann er Informationen aus mehreren Quellen miteinander verknüpfen.
Die Analyse sollte auf sichtbare Angebote und belegte Aussagen begrenzt bleiben. Vermutungen über interne Strategien, nicht veröffentlichte Produkte oder angebliche Marktanteile gehören nicht in das Ergebnis. Anthropic beschreibt Agenten als Systeme, die ihren Ablauf und ihre Werkzeugnutzung teilweise selbst steuern können.
3. Angaben vergleichbar machen
Wettbewerber verwenden oft unterschiedliche Begriffe für ähnliche Leistungen. Ein entsprechend konfigurierter Agent kann Produktvarianten, Preise, Leistungsumfang und Zielgruppen nach festgelegten Regeln vereinheitlichen.
Eine brauchbare Vergleichsmatrix kann so aussehen:
| Kriterium | Anbieter A | Anbieter B | Anbieter C |
|---|---|---|---|
| Angebot | belegte Leistung | belegte Leistung | belegte Leistung |
| Preis | Quelle und Datum | Quelle und Datum | öffentlich nicht angegeben |
| Service | belegte Aussage | belegte Aussage | zu prüfen |
| Unterschiede | Quellenbeleg | Quellenbeleg | Quellenbeleg |
Fehlt eine Angabe, sollte der Agent „öffentlich nicht angegeben“ schreiben. Daraus darf er keine negative Bewertung ableiten.
4. Widersprüche kennzeichnen
Öffentliche Informationen können veraltet oder widersprüchlich sein. Das System sollte solche Stellen markieren. Je nach Risikoeinstufung kann anschließend eine menschliche Prüfung vorgesehen werden. Mehrere spezialisierte Arbeitsschritte für Recherche, Quellenprüfung und Widerspruchssuche sind möglich, aber kein notwendiges Merkmal jedes KI-Agenten.
Was Entscheider prüfen sollten
Prüft, auf welche Quellen der Agent zugreifen darf, wie Aktualisierungen erfolgen und wie Ergebnisse dokumentiert werden. Welche Routineaktionen automatisiert laufen dürfen und ob eine sensible Aktion eine Freigabe braucht, legt das jeweilige System beziehungsweise eure Organisation fest.
Needs beschreibt sich öffentlich als Agent OS mit gemeinsamem Unternehmenskontext, Analysen, Briefings und Aufgaben für Teams. Für eine Wettbewerbsanalyse müssen daher Auftrag, zugängliche Quellen, Kriterien und Ausgabeformat konkret festgelegt werden.
Wer Wettbewerber regelmäßig nach denselben Kriterien beobachten will, findet bei Lexware eine Einführung in Markt- und Wettbewerbsanalysen.