25.09.2026
Wie baut man ein Team aus KI-Agenten auf?
Von Needs Team · 2 min Lesezeit
Im Einkauf wird ein Lieferengpass gemeldet. Jemand muss Bestände prüfen, Liefertermine vergleichen und einen Bestellvorschlag kontrollieren. Statt dafür sofort zehn KI-Agenten einzurichten, beginnt ein gutes Agententeam mit wenigen klaren Rollen und einem einzigen Ablauf.
Wer ein KI-Agenten-Team aufbauen will, sollte daher klein anfangen: einen geeigneten Vorgang auswählen, Zuständigkeiten trennen und Übergaben verbindlich festlegen. Weitere Agenten kommen erst hinzu, wenn die bestehende Struktur an erkennbare Grenzen stößt.
Was ist ein KI-Agent?
Ein KI-Agent bearbeitet mit digitalen Werkzeugen mehrstufige Aufgaben und kann dabei den weiteren Ablauf mitbestimmen. Die Reihenfolge muss jedoch nicht immer dynamisch entstehen. Bei wiederkehrenden Aufgaben kann ein festgelegter Ablauf zuverlässiger und leichter zu prüfen sein.
Mehrere Agenten können sinnvoll sein, wenn Aufgaben fachlich klar getrennt sind, die Werkzeugauswahl unübersichtlich wird oder unterschiedliche Sicherheits- und Qualitätsanforderungen gelten. OpenAI empfiehlt ebenfalls, zunächst mit einer einfachen Struktur zu beginnen.
Wenige Rollen für den ersten Pilot
Für den Einstieg reichen meist zwei oder drei Rollen:
- Koordination: Nimmt den Vorgang entgegen, prüft die Angaben und weist die Aufgabe zu.
- Fachbearbeitung: Recherchiert Informationen oder erstellt den eigentlichen Vorschlag.
- Prüfung: Kontrolliert Quellen, Pflichtangaben und vorher festgelegte Qualitätskriterien.
Nicht jede Rolle braucht sofort einen eigenen Agenten. Bei einem festen Ablauf kann das System die Aufgabe direkt weitergeben. Ein Koordinator wird vor allem dann nützlich, wenn sich erst während der Bearbeitung zeigt, welcher Fachagent gebraucht wird.
Übergaben verbindlich festlegen
Jede Übergabe sollte dieselben Angaben enthalten:
- Auftrag und Bearbeitungsstand
- verwendete Quellen und relevante Daten
- getroffene Annahmen
- gewünschtes Ergebnisformat
- fehlende oder widersprüchliche Angaben
So weiß der nächste Agent, was bereits geprüft wurde und was noch offen ist. Ohne einheitliches Format können Fehler leichter an nachfolgende Schritte weitergegeben werden.
Feste Abfolgen, dynamische Weiterleitungen und komplexere Gruppenverfahren sind unterschiedliche Formen der Koordination. Mit der Komplexität können auch Laufzeit, Kosten und Fehlerquellen zunehmen, wie das Azure Architecture Center erläutert.
Den Pilot von Anfang an skalierbar planen
Lege bereits für den ersten Ablauf fest, woran du gute Ergebnisse erkennst, wer für den Gesamtprozess verantwortlich ist und welche Rechte jeder Agent erhält. Begrenze außerdem Laufzeit und Wiederholungen und erfasse die Kosten pro Vorgang.
Mit wachsender Nutzung können Modellaufrufe, Laufzeiten und Gesamtkosten steigen. Überwache diese Werte deshalb pro Vorgang. Bei einer Ausweitung auf mehrere Teams sollten gemeinsame Qualitätsstandards und klare Verantwortlichkeiten festgelegt werden.
Routineaktionen können Agenten innerhalb ihrer erteilten Rechte selbst ausführen. Eine ausdrückliche Freigabe bietet sich für konkrete sensible oder folgenreiche Aktionen an. Fähigkeit, Berechtigung und Freigabe bleiben dabei getrennte Entscheidungen.
KI-Agenten gemeinsam einsetzen
Needs ist ein Agent OS für Unternehmen, in dem KI-Agenten zusammenarbeiten und gemeinsames Firmenwissen nutzen; Menschen legen Rechte und erforderliche Freigaben fest. Mehr über Needs erfahren.