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23.09.2026

Wie teilen KI-Agenten Wissen miteinander?

Von Needs Team · 2 min Lesezeit

Ein Vertriebsagent erkennt in einer Kundenanfrage, dass ein Liefertermin geprüft werden muss. Dafür bezieht er einen Einkaufsagenten ein. Dieser soll den Vorgang prüfen, darf aber weder Preise ändern noch auf Personalakten zugreifen.

So können KI-Agenten Wissen teilen: Sie übergeben gezielt den Kontext, den ein anderer Agent für seine Aufgabe braucht. Für nachvollziehbare Übergaben können eine Zusammenfassung, die Quelle, der Zeitpunkt und der Berechtigungsbereich sinnvoll sein. Der empfangende Agent erhält damit eine Arbeitsgrundlage, ohne automatisch sämtliche Unternehmensdaten zu sehen.

Zwei Wege für die Zusammenarbeit

Ein Agent kann einen Spezialisten als Werkzeug aufrufen und dessen Ergebnis verwenden. Bei einem Handoff übernimmt dagegen der Zielagent die weitere Bearbeitung. Welche Nachrichten, Werkzeugergebnisse oder Zusammenfassungen dabei sichtbar sind, hängt von der jeweiligen Ausgestaltung ab.

Die Handoffs im OpenAI Agents SDK zeigen dieses Muster. Auch Microsoft beschreibt, dass Agenten für die Zusammenarbeit einen ausdrücklich festgelegten Kontext benötigen.

Für eine Lieferterminprüfung könnte eine Übergabe so aussehen:

  • Aufgabe: Liefertermin für Auftrag 4711 prüfen
  • Zusammenfassung: 200 Stück werden bis zum 15. Mai benötigt
  • Quelle: Auftragssystem, Vorgang 4711
  • Stand: 3. Mai
  • Bereich: Einkauf und Lieferantenmanagement
  • Erlaubnis: Bestellungen und Lieferstatus lesen, keine Preise ändern

Der Einkaufsagent prüft daraufhin die freigegebenen Systeme und gibt den bestätigten Liefertermin zurück. Eine übergebene Information sollte dabei nicht automatisch zusätzliche Zugriffsrechte auf Dateien, Datenbanken oder Aktionen verleihen.

Gemeinsamer Kontext braucht Grenzen

Eine Zusammenfassung kann wichtige Details verkürzen oder falsch wiedergeben. Deshalb bleiben die ursprüngliche Quelle und bei kritischen Entscheidungen die Originalunterlagen wichtig. Werkzeuge und Datenquellen sollten außerdem nur für die Aufgaben und Bereiche freigeschaltet werden, die der Agent tatsächlich benötigt.

Eine menschliche Freigabe ist nicht bei jeder Übergabe erforderlich. Erlaubte Routineaufgaben können selbstständig laufen. Für eine kostenpflichtige Expressbestellung, eine Löschung oder eine externe Veröffentlichung kann das Unternehmen dagegen eine ausdrückliche Freigabe verlangen.

Für die Zusammenarbeit verschiedener Systeme gibt es mit Agent2Agent ein offenes Protokollprojekt der Linux Foundation. Es beschreibt standardisierte Kommunikation, das Auffinden von Agenten sowie Informationsaustausch und Zusammenarbeit.

Was das bei Needs bedeutet

Needs beschreibt sich als Agent OS für Unternehmen, in dem Mitarbeiter und spezialisierte KI-Agenten zusammenarbeiten. Wie Übergaben, Quellen und Bereichsrechte konkret eingerichtet werden, hängt vom jeweiligen Arbeitsablauf und der Konfiguration ab.

Für die Einführung sollte ein Unternehmen deshalb mit einer klar begrenzten Aufgabe beginnen: Welche Information muss ein Agent weitergeben? Aus welcher Quelle stammt sie? Welche Systeme darf der nächste Agent lesen oder verändern? So entsteht gemeinsamer Kontext, ohne Daten pauschal für alle Agenten freizugeben.

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